Obwohl Naha natürlich zu Okinawa (jap. 沖縄) gehört, erleichtert eine Einteilung in drei Regionen die Orientierung: den Süden mit Naha, das zentrale Okinawa und den Norden. Im Folgenden werden das Zentrum und der Norden der Insel im Reisebericht näher beschrieben.
Jeweils zwei Nächte verbrachten wir in Zentral-Okinawa im Crown Hotel Okinawa Annex für 104,07 €. Das Highlight des Hotels war der direkt angrenzende 7-Eleven Combini Store. Das Hotel selbst war eher unspektakulär. Im Flur gab es einen kleinen Bereich mit Tellern und Besteck sowie einer Mikrowelle. Das Zimmer war zwar geräumig, lud jedoch nicht zum längeren Verweilen ein.
Von dort aus starteten wir unsere Ausflüge. So besuchten wir das Unterhaltungsviertel American Village in Chatan (jap. 北谷町), das von US-amerikanischem Flair geprägt ist. Zahlreiche Restaurants, Shops, Sonnenuntergänge am Meer und das große Riesenrad machen es besonders abends beliebt.

Auch die Ruinen der Burg Nakagusuku, Eintritt 500 Yen pro Person, ca. 2,72€.. Ist eher unsprektakulär, aber wer etwas Geschichte mag ist hier auf jedenfalls richtig. Oder auch der sehr schön angelegte Southeast Botanical Garden (jap. 東南植物楽園) standen auf unserer Liste. Der Eintritt betrug 2000 Yen pro Person, umgerechnet etwas 10,89€. Besonders sehenswert ist der Garten bei Tag und Nacht. Am Abend dann mit Lichtershow – leider konnten wir dies zeitlich nicht erleben. Es gab mehrere Tiergehege mit Affen, Riesenschildkröten, Capybaras und einigen Vogelarten. Einige der Tiere konnten zudem gefüttert und gestreichelt werden.
Ein Abstecher zum BANTA CAFE by Hoshino Resorts durfte ebenfalls nicht fehlen. Wer hier etwas zum Essen oder Trinken kaufte, erhielt das Parkticket für etwa eine Stunde erstattet, sodass man nicht zwingend im hochpreisigen Resort übernachten musste. Der Ausblick und der Strand luden zu gemütlichen Momenten ein.
Weiter ging es in Richtung Nord-Okinawa, wo wir im Hotel Tomas Nago für 107,46 € untergebracht waren. Es handelt sich eher um ein Apartment als um ein Hotelzimmer, mit viel Platz, einer Küche, einem Badezimmer sowie einem großen Schlafzimmer mit angrenzendem kleinen Balkon. Fußläufig gab es natürlich wieder einen 7-Eleven, etwas was man auf einer Japanreise nicht mehr vermissen will. :)

Von dort aus besuchten wir Cape Manzamo (jap. ケープ・メッゾ), eine Klippenformation in Form eines Elefantenrüssels. Der Eintritt kostete 100 Yen pro Person, was grad mal 0,54€ waren. Mehr als die Küste, gibts aber dort auch nicht zu sehen.
Anschließend ging es zum Churaumi Aquarium, (jap. 美ら海水族館) einem riesigen Areal mit zahlreichen Meerestierbecken. Der Eintritt betrug 2.180 Yen, was etwa 11,87 Euro entspricht. Im Innenbereich, für den der Eintritt erforderlich war, gab es mehrere Aquarien mit zahlreichen bunten Fischen, darunter ein Haifischbecken sowie das beeindruckende Hauptbecken mit vielen Mantarochen und dem großen Walhai.
Der komplette Außenbereich ist eintrittsfrei. Hier konnte man unter anderem die beeindruckende Delfinshow besuchen. Auch sonst gab es im Außenbereich einiges zu sehen, darunter die Meeresschildkrötenbecken sowie die Manatis. Der weitläufige Ocean Expo Park bot viele interessante Bereiche zu Entdecken. Der Parkplatz war hier auch kostenlos, was man in Deutschland kaum kennt.
Ein kurzer Abstecher zum Sesoko Beach durfte zum Sonnenbaden und Schwimmen nicht fehlen. Der weiße Sand und das klare, türkisfarbene Wasser sind weniger überlaufen und sehr angenehm.
Selbstverständlich gehörte auch der Heart Rock auf Kouri Island zu unserer Tour. Die Felsformation ist bei Ebbe deutlich sichtbar und hat die Form eines Herzens – ein beliebter Fotospot.
Das Ogimi Village Observation Deck (jap. 大宜味村展望台) entpuppte sich leider als Reinfall. Die Aussicht war durch zu hoch gewachsene Bäume und Sträucher kaum sichtbar. Zwischen dem Urwald konnte man nur erahnen, wie der Blick von hier oben gewesen wäre. Viele Sehenswürdigkeiten in dieser Region scheinen einfach in Vergessenheit geraten zu sein.
Der letzte Halt war Cape Hedo (jap. 辺戸岬), der nördlichste Punkt der Hauptinsel Okinawa. Hier bietet sich ein weiter Blick auf das Meer und die zerklüftete Küste. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter, es regnete stark, sodass die Aussicht eher bescheiden war.

Auf dem Rückweg zur Unterkunft machten wir noch einen kurzen Stopp bei der Nago City Hall (jap. 名護市役所), einem architektonisch besonderen Verwaltungsgebäude – mehr gab es hier allerdings nicht zu entdecken.
Das Wetter war zwar stets warm, leider hatten wir in Bezug auf das Wetter etwas Pech: Es hat fast immer geregnet, sodass wir nur selten das blaue Meer und den strahlend blauen Himmel sehen konnten. Die Insel vermittelt eher ein verlassenes, stellenweise fast vergessenes Flair – ganz anders als auf der Hauptinsel Japans. Viele Einheimische sprachen kaum Englisch oder nur gebrochen.
Die Strände waren überall sehr schön, viele davon waren jedoch privat oder verlangten Eintritt bzw. eine Gebühr für den Parkplatz. Ohne Mietwagen kommt man nur schwer zu den verschiedenen Bereichen der Insel. Selbstverständlich fahren auch Busse und Züge, doch im Vorfeld sollte man sich genau überlegen, wie man die Insel erkunden möchte. Wer selbst fahren will, benötigt außerdem einen übersetzten Führerschein, um in Japan ein Fahrzeug nutzen zu dürfen.
