Taipeh / Taiwan

    Taipeh / Taiwan

    Nachdem wir Anfang des Jahres bereits eine dreiwöchige Reise durch Japan gemacht hatten, buchten wir spontan für Ende Oktober noch eine Reise nach Okinawa. Die Region ist auch als das „Hawaii Japans“ bekannt – mit weißen Sandstränden und einem leuchtend blauen Meer.

    Unser Flug ging mit China Airlines von Frankfurt über Taiwan nach Naha. Der Hin- und Rückflug kostete für uns zwei 1951,90€. Die Verbindung war bewusst so gewählt, dass wir einen halben Tag Aufenthalt in Taiwan hatten. Bereits im Vorfeld buchten wir eine kostenlose Stadttour, die etwa drei Stunden dauerte. So konnten wir uns den Lungshan-Tempel, die National Chiang Kai-shek Memorial Hall und die Yongkang Street, Taipehs bekannte Essmeile, anschauen.

    Als kurzer Zeitvertreib und um einen ersten Eindruck vom Land zu bekommen, war die Tour ideal – vor allem, da sie kostenlos war. Wir wurden mit dem Bus zu den einzelnen Stopps gebracht und dort jeweils wieder eingesammelt.

    Beim Aus- und Einchecken nach Taiwan hatten wir zunächst ein bis zwei Kommunikationsprobleme mit der jungen Dame am Schalter. Erst nachdem wir ihr mehrfach versichern konnten, dass wir noch am selben Tag weiterfliegen würden, bekamen wir schließlich die Einreisegenehmigung. Hier musste man einfach etwas hartnäckig bleiben – eine erste Begegnung mit einer eher strengen Mentalität.

    Nachdem wir den Treffpunkt gefunden hatten, meldeten wir uns an und erhielten Gruppenbändchen. Unsere Gruppe bestand aus etwa zwölf Personen. Anschließend ging es direkt zum Bus. Leider regnete es an diesem Tag in Strömen, doch die Tourguides versorgten uns alle mit Regenschirmen. Die Tour fand auf Englisch statt und beinhaltete Sightseeing, etwas Geschichte über Taiwan sowie Informationen zur Stadt und den Gebäuden entlang der Strecke. Die Fahrt zum ersten Stopp dauerte rund eine Stunde.

    Unser erster Halt war der Lungshan-Tempel, einer der ältesten und bedeutendsten Tempel der Stadt. Er wurde 1738 erbaut und ist ein wichtiges spirituelles Zentrum, in dem Buddhismus, Daoismus und Volksglaube zusammenkommen. Besonders beeindruckend waren die kunstvollen Schnitzereien, Drachenfiguren und die unzähligen Räucherstäbchen. Trotz der umliegenden Großstadt strahlt der Tempel eine ruhige, fast zeitlose Atmosphäre aus.

    Danach ging es weiter zur National Chiang Kai-shek Memorial Hall, einem der bekanntesten Wahrzeichen Taiwans. Die monumentale weiße Architektur mit dem blauen Dach ist sehr imposant. Vor der Halle erstreckt sich ein großer Platz, der häufig für Veranstaltungen und Zeremonien genutzt wird. Der Ort verbindet Geschichte, Politik, Kultur und Kunst und ist zugleich ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher.

    Unser letzter Stopp war die Yongkang Street. Sie ist bekannt für ihre lebendige Atmosphäre sowie die vielen kleinen Restaurants und Cafés. Besonders berühmt ist die Straße für Xiaolongbao und andere taiwanische Spezialitäten. Daneben gibt es zahlreiche Boutiquen, Teehäuser und Souvenirläden. Die Yongkang Street ist perfekt, um das moderne Stadtleben Taipehs hautnah zu erleben.

    Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Flughafen, wo wir im Wartebereich die restliche Zeit verbrachten, bis unser Flug nach Naha weiterging.